Netzwerk & WLAN für Betriebe im Kreis Kleve

„Das WLAN geht in der Halle nicht" ist der Satz, mit dem viele Betriebe zum ersten Mal anrufen. Das Ärgerliche daran: Man kann das Problem messen. Man muss nur jemanden holen, der misst, statt einen neuen Router hinzustellen und zu hoffen.

Ich gehe immer gleich vor: verstehen, wo und wann es klemmt, messen, planen, umbauen, nachmessen.

Warum WLAN in Werkstatt, Lager und Altbau abbricht

In den seltensten Fällen ist ein Gerät kaputt. Meistens ist es eine dieser vier Ursachen, oft mehrere gleichzeitig.

Das Gebäude funkt dagegen

Funk ist Physik, keine Verhandlungssache.

  • Stahlbeton und Brandschutzwände schlucken das Signal fast vollständig
  • Metallregale wirken wie eine Wand, voll beladen stärker als leer
  • Altbau: dicke Mauern, Putzträger aus Draht, Blech vor den Wänden

Zu wenige oder falsch gesetzte Zugangspunkte

Ein Gerät im Büro versorgt keine Halle.

  • Er hängt, wo die Dose war, nicht wo gearbeitet wird
  • Montage hinter Blech oder im Schaltschrank — das Signal kommt nie heraus
  • Hof, Zufahrt und Obergeschoss sind gar nicht eingeplant

Alle auf demselben Kanal

Funk ist eine geteilte Leitung, kein eigener Draht.

  • Mehrere Zugangspunkte senden auf derselben Frequenz und bremsen sich
  • Im Gewerbegebiet funken die Nachbarn mit
  • Ergebnis: volle Balkenanzeige und trotzdem zähe Übertragung

Geräte kleben am falschen Zugangspunkt

Der Klassiker beim Gang durch den Betrieb.

  • Das Tablet hält am Büro fest, obwohl einer im Lager näher ist
  • Erst wenn die Verbindung ganz abreißt, sucht es sich einen neuen
  • Genau dann fliegt die Warenwirtschaft raus oder das Gespräch bricht ab

Ausleuchtung: messen statt raten

Ich gehe mit Messtechnik durch Ihre Flächen und halte fest, wo wie viel Signal ankommt, welche Kanäle belegt sind und wer sonst noch mitfunkt. Danach reden wir nicht über Gefühle, sondern schauen auf eine Karte.

Aufnehmen, worum es geht

Grundriss oder Skizze, dazu die Fragen: Wo wird gearbeitet, mit welchen Geräten, wann bricht es ab? Ein Abbruch immer um halb acht sagt etwas anderes als einer nur im hinteren Lager.

Messen im laufenden Betrieb

Ich messe an vielen Punkten: Signalstärke, Störpegel, belegte Kanäle, fremde Netze. Volle Regale und laufende Maschinen gehören zum Ergebnis dazu.

Auswerten und zeigen

Aus den Messpunkten wird eine Karte Ihrer Fläche. Darauf sehen Sie die Funklöcher selbst, ohne mir etwas glauben zu müssen.

Planen statt nachrüsten

Standorte der Zugangspunkte, Sendeleistung, Kanalverteilung, Leitungswege — schriftlich mit Aufwand und Preis, bevor jemand bohrt.

Nachmessen

Nach dem Umbau messe ich dieselben Punkte erneut. Erst dann ist der Auftrag fertig. Bleibt eine Ecke schwach, steht das im Protokoll.

Kabel bleiben die Grundlage — auch wenn alles funken soll

Jeder Zugangspunkt hängt an einem Kabel. Ein WLAN ist nie besser als das Netz dahinter — bei gewachsener Verkabelung ist genau das oft der eigentliche Auftrag.

Ordnung im Schaltschrank

Hier entscheidet sich, wie lange eine Fehlersuche dauert.

  • Beschriftete Dosen und ein Patchfeld, das zur Beschriftung passt
  • Ein Plan, welches Kabel wohin geht — auch für Ihre Unterlagen
  • Strom für Zugangspunkte über das Netzwerkkabel statt Steckdose an der Decke

Kabel dorthin, wo gearbeitet wird

Feste Arbeitsplätze gehören ans Kabel, nicht in den Funk.

  • Server, Kasse, Drucker und Arbeitsplätze stabil verbunden
  • Switches passend zur Zahl der Anschlüsse, mit Reserve
  • Messprotokoll für neue Strecken, damit später niemand rät

Gäste-WLAN und Zugriff von außen

Zwei Themen, die zusammengehören: Wer darf ins Netz — und was sieht er dort.

Gäste sauber vom Firmennetz trennen

Ein zweites Netz ist keine Höflichkeit, sondern Sicherheit.

  • Gästegeräte kommen ins Internet und sonst nirgendwohin
  • Kein Weg zu Server, Buchhaltung, Kasse oder Netzwerkdruckern
  • Ein fremdes Notebook mit Schadsoftware bleibt in seinem Abteil
  • Eigener Zugang, änderbar ohne Ihre Firmengeräte anzufassen

VPN für Homeoffice und Außendienst

Ein VPN ist ein verschlüsselter Tunnel zwischen Gerät und Firma.

  • Wie ein sehr langes Netzwerkkabel bis zum Küchentisch
  • Dazwischen liest niemand mit, auch nicht im Hotel-WLAN
  • Die Alternative — Server offen ins Internet — wird täglich abgeklopft
  • Zugänge pro Person: Wer geht, verliert ihn am selben Tag

Wenn es gar nicht am WLAN liegt

Ein guter Teil der WLAN-Anrufe endet damit, dass das WLAN in Ordnung ist. Schuld sind dann Internetanschluss oder Anwendung — wer das nicht auseinanderhält, kauft Zugangspunkte gegen ein Problem, das woanders sitzt.

So trenne ich die Fälle: Zuerst hängt ein Notebook per Kabel direkt am Netz. Ist die Störung dort auch da, liegt sie nicht am Funk. Dann schaue ich, ob nur Dienste aus dem Internet lahmen oder auch das, was auf Ihrem eigenen Server liegt. Beim Anschluss ist selten die Geschwindigkeit das Problem, sondern der Rückweg: Cloud-Uploads und Videokonferenzen brauchen ihn, und er ist oft ein Bruchteil des Downloads. Und hakt es täglich zur selben Uhrzeit, lautet die Frage nicht „welches Gerät", sondern „was läuft dann" — Sicherung, Update, alle gleichzeitig im System.

Bleibt die Anwendung: Ist eine Software nur an einem Arbeitsplatz träge, hilft kein neues Netz. Das Ergebnis bekommen Sie schriftlich — auch wenn es lautet, dass Sie beim Anschluss- oder Softwareanbieter anrufen sollten.

Häufige Fragen zu Netzwerk und WLAN

Wie lange dauert eine WLAN-Ausleuchtung?

Bei einem Büro mit ein paar Räumen bin ich in zwei bis drei Stunden durch, inklusive Auswertung. Eine Halle mit Lager und Werkstatt dauert länger, weil ich an mehr Punkten messe. Ich sage Ihnen vorher, mit welchem Aufwand ich rechne.

Reicht nicht ein stärkerer Zugangspunkt statt mehrerer?

Selten. Ein Zugangspunkt kann lauter senden, aber Ihr Tablet antwortet weiterhin leise. Sie hören das Gerät dann, das Gerät hört Sie nicht mehr richtig. Gegen Funklöcher helfen deshalb meist mehr Standorte mit weniger Leistung statt ein Gerät auf Anschlag.

Was kostet ein Netzwerkeinsatz?

Vor Ort 95 € je Stunde im 15-Minuten-Takt, Fernwartung 85 € je Stunde. Anfahrt bis Anfahrt ist eine feste Pauschale nach Ort — bis 10 km kostenlos, darüber eine feste Staffel statt Kilometerabrechnung. Alle Beträge sind Endpreise, nach § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Für Ausleuchtung und Umbau bekommen Sie vorher einen schriftlichen Kostenvoranschlag.

Das Netz einmal richtig anschauen lassen

Schildern Sie kurz, wo es hakt. Erstes Telefonat und Angebot kosten Sie nichts, Termine vor Ort werden nach Stundensatz berechnet. Werktags melde ich mich in der Regel innerhalb von vier Stunden.

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